Verschleißschutz für industrielle Anlagen

Für den Schutz von Anlagenkomponenten in der Rohstoff- und Energiegewinnung sowie bei der Grundstoffindustrie sorgt Kalenborn mit bewährten Lösungen für einen effektiven Verschleißschutz. Dabei ist kein Verschleißproblem wie das andere. Es gibt den reibenden Verschleiß bei kontinuierlich betriebenen Anlagenkomponenten wie Zyklone oder den Prallverschleiß bei diskontinuierlich betriebenen Anlagenkomponenten wie Übergabeschurren. Das optimale Verschleißschutzsystem besteht oft in der Kombination verschiedener Werkstoffe. Diese werden dann auf die unterschiedlichen Belastungen abgestimmt. Auch die Auswahl einer geeigneten Befestigung ist wichtig. Verschiedene Rahmenbedingungen wie Temperatur, Vibration oder Erreichbarkeit in der Anlage machen unterschiedliche Befestigungsmethoden der Verschleißschutzelemente erforderlich.

Beispiel einer Anwendung aus der Stahlindustrie

Die Bleche von Europas führendem Grobblechhersteller finden in zahlreichen Projekten von Stahlbrücken über Wolkenkratzern bis hin zu Öl­ und Gasleitungen Verwendung. Der Sitz des Unternehmens ist auch Standort der Kokerei, die Koks für die beiden Hochöfen des Grobblechwerks produziert.

Der Hintergrund

Die Koksrampen auf deren Schüttschrägen der gelöschte Koks abgekippt wird, verschleißen sehr stark durch die Reibung und den Aufprall. Ebenso werden die Prallwände gegenüber der Rampe und der Koksaustragung durch den heißen Abrieb abgenutzt.

Die Aufgabe

  • Verschleißfestes Auskleiden der Schüttschrägen unter Berücksichtigung, dass der Koks auf der Rampe gut rutscht. Die Verschleißschutz-Lösung soll dem auftretenden Temperaturwechsel widerstehen, der durch die immer wieder auftretenden Glutnester im Koks auftreten.
  • Die Prall- und Seitenwände sind gegen heißen Abrieb zu schützen, der untere Bereich der Wände gegen besonders starken Abrieb.
  • Am Ende der Schüttschräge ist ein mechanisch belastbarer Kantenschutz gewünscht.

Die Lösung

  • Die Schüttschrägen der Koksrampen kleidete Kalenborn aufgrund der extremen Temperaturwechsel- beanspruchung mit der Hartkeramik KALCERAM-K aus. Dieser Werkstoff besitzt einerseits gute Gleiteigenschaften, anderseits weist er eine hohe Temperaturwechsel- beständigkeit auf.
  • Die Prall- und Seitenwände werden mit der Siliziumkarbidkeramik KALSICA ausgekleidet, die eine sehr gute Heißabriebfestigkeit besitzt. Die KALSICA-Krallenplatten werden sowohl mechanisch befestigt, als auch mit einer Temperatur beständigen Verlegemasse hinterfüllt.
  • Der untere Bereich der Seitenwände wird mit KALCOR-S Krallenplatten ausgekleidet, welche ähnlich wie KALCERAM-K eine hohe Temperaturwechselbeständigkeit aufweisen, aber die für diese Stelle gewünschte höhere Abriebfestigkeit haben.
  • Am Ende der Schüttschräge werden Winkelformstücke aus unserem Hartguss-Werkstoff KALCAST als Kantenschutz gegen die starken mechanischen Kräfte eingesetzt. Diese werden mittels einer geschraubten Unterkonstruktion befestigt.

KALCERAM KALSICA KALCOR KALCAST

Der Nutzen

  • Die höhere Lebensdauer der Anlage ermöglicht dem Kunden eine wirtschaftliche und sichere Produktion

Kalenborn konnte sich mit dem Gesamtdienstleistungspaket aus Engineering, Werkstofflieferung und Montage vor Ort besonders hervorheben. Der Kunde schätzte die planmäßige Inbetriebnahme der Anlage die durch eine schnelle Montage und verlässliche Zusammenarbeit möglich war.